Zentrum für interdisziplinäre Viszeralmedizin

Kompetenzbündelung und Teamwork zum Wohle unserer Patientinnen und Patienten.

Moderne Behandlung des Pankreaskarzinoms: Präzision, Sicherheit, Lebensqualität)


Das Pankreaskarzinom gehört zu den aggressivsten Tumorerkrankungen des Verdauungstrakts. Die beste Heilungschance bietet eine vollständige chirurgische Entfernung des Tumors. Doch die Behandlung erfordert mehr als nur eine Operation – sie muss interdisziplinär geplant und in ein multimodales Therapiekonzept eingebettet sein.

Unser Ansatz: Präzise Chirurgie mit modernster Technik, interdisziplinäre Zusammenarbeit und eine Therapie, die nicht nur das Überleben verlängert, sondern auch die Lebensqualität erhält.

Interdisziplinäre Therapieplanung: Das Fundament für den Erfolg

Die optimale Behandlung eines Pankreaskarzinoms beginnt mit einer strukturierten interdisziplinären Planung. Jeder Fall wird in einer Tumorkonferenz gemeinsam mit Experten aus Viszeralchirurgie (operative Therapie), Gastroenterologie (endoskopische Diagnostik und Interventionen), Onkologie (medikamentöse Therapie wie Chemotherapie, zielgerichtete Therapien), Strahlentherapie (Bestrahlung vor oder nach der OP), Radiologie (präzise Bildgebung zur OP-Planung), Pathologie (Gewebeuntersuchungen zur Therapieanpassung) und Psychoonkologie (psychologische Unterstützung für Patienten und Angehörige) besprochen.

Durch diese enge Zusammenarbeit wird für jeden Patienten ein maßgeschneidertes Behandlungskonzept entwickelt.

Chirurgische Behandlung: Der Schlüssel zur Heilung

Die einzige potenziell heilende Therapie beim Pankreaskarzinom ist die komplette Tumorentfernung. Hierbei stehen verschiedene Operationsverfahren zur Verfügung, abhängig von der Lage und Ausbreitung des Tumors.

Moderne OP-Techniken: Mehr Sicherheit, weniger Belastung

Dank innovativer chirurgischer Verfahren wird die Sicherheit der Operation stetig verbessert:

Minimal-invasive (laparoskopische) Chirurgie: Schonendere Technik mit kleineren Schnitten, schnellerer Erholung und weniger Schmerzen.

Robotisch-assistierte Chirurgie: Höchste Präzision dank roboterunterstützter OP-Technik, insbesondere bei komplexen Rekonstruktionen.

Fluoreszenzbildgebung: Moderne bildgestützte Verfahren ermöglichen eine bessere Sicht auf Tumor und Gefäße, um eine präzisere Resektion durchzuführen.

Operationsmethoden:

Pankreaskopfresektion (Whipple-Operation): Standardverfahren bei Tumoren im Pankreaskopf. Hierbei werden der Pankreaskopf, der Zwölffingerdarm, die Gallenblase und Teile des Magens entfernt. Die Rekonstruktion stellt eine normale Verdauung sicher.

Pankreasschwanzresektion (Linksresektion): Für Tumoren im Pankreasschwanz. Hier kann die Milz oft erhalten werden, um das Immunsystem zu schonen.

Totale Pankreatektomie: In seltenen Fällen notwendig, wenn der gesamte Pankreas betroffen ist. Dies erfordert eine lebenslange Enzym- und Insulintherapie, kann aber Leben retten.

Venenresektion und Rekonstruktion: Bei fortgeschrittenen Tumoren, die in Gefäße eingewachsen sind, können Teile der Pfortader entfernt und rekonstruiert werden, um eine vollständige Tumorentfernung zu ermöglichen.

Multimodale Therapie: Kombination für den Erfolg

Eine Operation allein reicht oft nicht aus. Deshalb setzen wir auf eine Kombination aus verschiedenen Therapieformen, um den bestmöglichen Behandlungserfolg zu erreichen.

Vor der OP (Neoadjuvante Therapie)

  • Chemotherapie: Ziel ist es, den Tumor zu verkleinern und potenzielle Mikrometastasen zu bekämpfen.
  • Strahlentherapie: In bestimmten Fällen zur Verbesserung der Resektionsrate.

Nach der OP (Adjuvante Therapie)

  • Chemotherapie: Um verbliebene Tumorzellen zu eliminieren und das Rückfallrisiko zu minimieren.
  • Strahlentherapie: Bei nicht vollständig entfernten Tumoren oder lokalem Rückfallrisiko.

Palliative Therapie:
Im Falle einer metastasierten Erkrankung besteht in unserer onkologischen Ambulanz die Möglichkeit eine Chemotherapie durchführen zu lassen. Wir bieten genetische Analysen am Tumormaterial oder einer Blutprobe an, um zusätzliche moderne Therapieoptionen zu evaluieren. Es besteht die Möglichkeit einer psychoonkogischen und palliativmedizinischen Mitbehandlung.

Lebensqualität nach der Operation: Unser Fokus

Nach einer Pankreasoperation ist die Lebensqualität ein zentrales Thema. Unser Ziel ist es, eine normale Verdauung und Stoffwechselfunktion so weit wie möglich zu erhalten.

Verdauungsanpassung: Enzymersatztherapie unterstützt die Fettverdauung.
Blutzuckerregulation: Enge Kontrolle und ggf. Insulintherapie bei Funktionsverlust der Bauchspeicheldrüse.
Ernährungsberatung: Unterstützung durch spezialisierte Ernährungstherapeuten.
Physiotherapie und Reha: Förderung der Erholung und Rückkehr in den Alltag.
Psychoonkologische Begleitung: Unterstützung bei emotionalen und psychischen Herausforderungen.

Fazit: Innovative Chirurgie, interdisziplinäre Zusammenarbeit, bessere Lebensqualität

Die Behandlung des Pankreaskarzinoms ist komplex, aber dank moderner chirurgischer Techniken mit roboterassistierten Verfahren, modernen Chemotherapien und einer umfassenden interdisziplinären Betreuung verbessern sich die Prognosen zunehmend.

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Chirurgisches Team

Prof. Dr. med. Claus F. Eisenberger E-Mail schreiben

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Facharzt für Chirurgie, Viszeral- und Thoraxchirurgie, Facharzt für spezielle Viszeralchirurgie 

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Leiter der Sektion Spezielle Onkologische Chirurgie, Peritonealkarzinose und HIPEC
Facharzt für Chirurgie, Facharzt für Viszeral- und spezielle Viszeralchirurgie

Klinik für Viszeral-, Tumor-, Transplantations- und Gefäßchirurgie

Seite zuletzt aktualisiert am 15.05.2026