Sondierungen im Johannes-Giesberts-Park am 10. Juli 2026

Mögliche Evakuierung des Kinderkrankenhauses Amsterdamer Straße

Die Bezirksvertretung Nippes hat die Umgestaltung des Johannes-Giesberts-Parks beschlossen. Bevor damit begonnen werden kann, müssen weite Teile des Parks auf Kampfmittel – Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg – untersucht werden.

Da sich das Areal ganz in der Nähe der ehemaligen Clouth-Werke befindet, die im Krieg stark bombardiert wurden, gehen Expert*innen davon aus, dass auch 80 Jahre nach Kriegsende noch Blingänger im Boden gefunden werden könnten. Auf der Grundlage von Luftbildauswertungen und Messungen haben sich bislang mehr als 150 Verdachtsmomente ergeben. In bislang 14 Fällen vermuten die zuständigen Expert*innen der Bezirksregierung Düsseldorf im Boden der Parkanlage und in deren unmittelbarer Umgebung noch Blindgänger mit einem Gewicht von mehr als 50 Kilo.

Um dies genauer zu überprüfen, müssen diese Verdachtspunkte aufgegraben werden. Sollte bei den Aufgrabungen zündfähiges Material gefunden werden, soll dieses am 10. Juli 2026 durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst Rheinland der Bezirksregierung Düsseldorf entschärft werden. Die Größe des Evakuierungsradius richtet sich dann danach, um welche Art Blindgänger (Herkunft, Größe, Gewicht, Beschaffenheit des Zünders) es sich handelt.

Auch unser Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße kann am Freitag, 10. Juli 2026, von einer möglichen Evakuierung betroffen sein. Hier finden Sie Informationen zu den wichtigsten Fragen.

 

Eltern-FAQ

Warum könnte es zu einer Evakuierung kommen?

In der Umgebung des Kinderkrankenhauses werden derzeit mögliche Kampfmittelreste aus dem Zweiten Weltkrieg überprüft. Sollte sich der Verdacht bestätigen, kann aus Sicherheitsgründen eine Evakuierung erforderlich werden. 

Wann erfahre ich, ob mein Kind verlegt wird?

Sobald eine Entscheidung getroffen ist, werden Sie unmittelbar durch das Behandlungsteam Ihres Kindes informiert.

Wohin wird mein Kind verlegt?

Die Versorgung Ihres Kindes wird in einem anderen Krankenhaus sichergestellt. Die Auswahl des Krankenhauses erfolgt lageabhängig und abhängig vom medizinischen Bedarf Ihres Kindes.

Wie erfolgt der Transport meines Kindes? 

Der Transport wird durch Rettungsdienste und spezialisierte Transportteams organisiert. Ihr Kind wird während des gesamten Transports medizinisch betreut.

Muss ich selbst etwas organisieren (Transport, Unterkunft etc.)?

Nein, der Transport Ihres Kindes wird vollständig organisiert. Für die Begleitperson wird – soweit erforderlich – eine Lösung abgestimmt (z. B. Mitfahrt oder eigenständige Nachreise).

Fahre ich bei dem Transport meines Kindes mit?

Wir verstehen, wie wichtig es für Eltern ist, ihr Kind zu begleiten. Grundsätzlich prüfen wir daher immer, ob eine Begleitung möglich ist.

Je nach Transportart und medizinischer Situation – z. B. bei intensivpflichtigen Kindern oder wenn eine enge Betreuung durch das medizinische Team erforderlich ist – kann es jedoch vorkommen, dass die Mitfahrt einer Begleitperson nicht möglich ist.

In jedem Fall sorgt unser Team dafür, dass Ihr Kind während des Transports bestmöglich versorgt und betreut wird. Wir informieren Sie individuell über die Situation und stehen Ihnen für Fragen jederzeit zur Verfügung.

Kann ich mein Kind während der Evakuierung besuchen?

Ja. Nach der Verlegung sind Besuche im aufnehmenden Krankenhaus grundsätzlich möglich.

Was soll ich als Elternteil mitbringen? Was soll ich als Elternteil mitbringen?

Bitte halten Sie – wenn möglich – bereit:

  • Persönliche Unterlagen
    (Versicherungskarte, Ausweise)
  • Persönliche Dinge Ihres Kindes
    (z. B. Lieblingsspielzeug, Schlafhilfe)
  • Wenn möglich einen Maxi-Cosi Kindersitz

Am Tag der Evakuierung erhalten Sie eine Patienten-Umhängekarte. Bitte bringen Sie diese zur Rückverlegung wieder mit bzw. lassen Sie sie nach Möglichkeit direkt beim Kind.

Wie lange dauert die Verlegung?

Eine Rückverlegung erfolgt erst, wenn das Gelände wieder sicher betreten werden kann. Unabhängig davon ist vorgesehen, die Rückverlegung grundsätzlich erst am Folgetag durchzuführen, um einen geordneten und sicheren Ablauf zu gewährleisten.

Was passiert medizinisch – bleibt die Versorgung gewährleistet?

Die medizinische Versorgung Ihres Kindes ist jederzeit gesichert. Die Verlegung erfolgt geplant und abgestimmt zwischen den beteiligten Krankenhäusern und Fachabteilungen.

Was passiert, wenn keine Evakuierung notwendig ist?

Sollte sich der Verdacht nicht bestätigen, bleibt der Krankenhausbetrieb unverändert bestehen und es erfolgt keine Verlegung.

An wen kann ich mich bei Fragen wenden?

  • Ihr Behandlungsteam (erste Anlaufstelle)
  • Pflegepersonal der Station