"Die Würde des Menschen ist unantastbar"

Bei der Versorgung unserer Patienten stehen ihre individuellen Bedürfnisse im Mittelpunkt.

Die Klinik für Neurologie und Palliativmedizin führt regelmäßig Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen zu verschiedenen aktuellen Themen durch.

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Kopfschmerzen

Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Erkrankungen in der Bevölkerung überhaupt. Für viele Patientinnen und Patienten besteht jedoch das Problem, dass Kopfschmerzen als Erkrankung nicht immer ernst genommen oder falsch eingeordnet werden.

Grundsätzlich kann zwischen primären Kopfschmerzen (Migräne, Spannungskopfschmerzen, Clusterkopfschmerzen u.a.) und sekundären Kopfschmerzen (z.B. Blutungen oder Entzündungen im Gehirn oder am Schädel) unterschieden werden.

Primäre Kopfschmerzen haben aber einen großen diagnostischen Nachteil: man kann sie nicht sichtbar machen oder mit einem Biomarker nachweisen. Wir brauchen daher klare Kriterien und Definitionen für jede Kopfschmerzart, um sicher zu stellen, dass wir jeweils über dieselbe Erkrankung sprechen.

Die Internationale Kopfschmerz Gesellschaft (International Headache Society, IHS) hat diesem Aspekt Rechnung getragen und im Jahr 2018 die dritte Klassifikation der Kopfschmerzerkrankungen herausgegeben (erstmalig im Jahre 1988 erarbeitet). Hier werden nun über 220 verschiedene primäre und sekundäre Kopfschmerzsyndrome beschrieben und jeweils Kriterien definiert, mit denen die jeweilige Kopfschmerzerkrankung nachgewiesen werden kann.

Alle Kopfschmerzerkrankungen werden in dieser Klassifikation in insgesamt 14 Kapitel dargestellt. Kapitel 1-4 handeln die primären Kopfschmerzformen wie Migräne, Spannungskopfschmerzen u.a. ab, Kapitel 5-12 die sekundären Kopfschmerzformen wie intrazerebrale Blutungen, Kapitel 13 die Neuralgien und Kapitel 14 die nicht klassifizierbaren Formen (siehe Abb.).  

Im Folgenden werden 5 Kopfschmerzformen ausführlich besprochen, die besonders häufig vorkommen oder für die ein großer Informationsbedarf besteht:

 

Alle Leserinnen und Leser, die weitergehende Informationen wünschen, seien auf die Kopfschmerzsprechstunde oder die Literatur verwiesen, die von der Klinik für Neurologie des Klinikums Köln-Merheim zu Kopfschmerzerkrankungen herausgegeben wird.

Ein sehr nützliches Instrument Kopfschmerzen besser diagnostizieren und therapieren zu können ist das Führen eines Kopfschmerztagebuchs und das Tagebuch direkt mit in die Sprechstunde zu bringen. Kopfschmerzkalender kann man auch digital führen. Wer sich einen Kopfschmerzkalender oder eine APP herunterladen möchte kann dies auf der Webseite der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft machen www.DMKG.de.

Die auf unseren Seiten ausgeführten Beschreibung der verschiedenen Kopfschmerzen sowie alle Angaben zu Medikamenten wurden sorgfältig überprüft. Dennoch verweisen wir darauf, dass keine Gewähr für die Richtigkeit übernommen werden kann.

Die folgenden Ausführungen und Angaben bei Diagnose und Therapie entsprechen ferner den neuesten Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (www.DGN.org/Leitlinien Stand: Oktober 2026).

 

Seite zuletzt aktualisiert am 22.10.2026